Refounding (3): Steh‘ auf, nimm deine Bahre und geh!

Wir machen noch ein bisschen weiter mit unserer kleinen Serie. Lernen von Jesus für uns selbst und unsere caritative Arbeit. Eine Rede haben wir schon angeschaut, dann eine Geschichte, die Geschichte einer Begegnung. Heute soll uns ein Wunder inspirieren.

Wunderberichte sind eine eigene Art von Text. Es geht darin nicht so sehr um irgendwelche überirdischen Spektakel. Es geht mehr um innere Vorgänge. Darum, wie es gelingen kann, innere Sperren zu überwinden und der menschlichen Sehnsucht nach Leben Raum zu schaffen und Bahn zu brechen.

In der Wundergeschichte, die ich Ihnen anbieten möchte, geht es um Lähmung. Lähmung – als Existenzbild – meint mehr als eine Erkrankung der Nerven oder des Muskelapparats. Das Bild steht für all das, was einen Menschen daran hindert, in Bewegung zu kommen. Die Sehnsucht nach Aktivität, nach tätigem Leben ist da – aber irgendetwas hemmt den Menschen. Irgendetwas hält ihn im Bann und verhindert, dass die Kräfte, die in ihm vorhanden sind, zur Entfaltung und zur Wirkung kommen. In diesem Fall sind die lähmenden Muster auch schon sehr lange eingefahren. Bis Jesus kommt.

Mehr soll nicht gesagt werden. Schauen Sie sich die Geschichte einfach mal genau an. Schauen Sie, wie Jesus, wie es in der sozialen Arbeit heißt, „interveniert“. Wie die erste Reaktion ist und wie es sich weiter entwickelt. Möglicherweise entdecken Sie bestimmte Muster aus Ihrer Arbeit wieder. Und es könnte sein, vielleicht, dass Sie selbst als Berater(in), Begleiter(in) oder Pflegende sogar selbst schon an einem solchen Wunder mitgewirkt haben.

In Jerusalem gibt es beim Schaftor einen Teich, zu dem fünf Säulenhallen gehören; dieser Teich heißt auf hebräisch Betesda. In diesen Hallen lagen viele Kranke, darunter Blinde, Lahme und Verkrüppelte. Ein Engel des Herrn aber stieg zu bestimmter Zeit in den Teich hinab und brachte das Wasser zum Aufwallen. Wer dann als erster hineinstieg, wurde gesund, an welcher Krankheit er auch litt.  Dort lag auch ein Mann, der schon achtunddreißig Jahre krank war. Als Jesus ihn dort liegen sah und erkannte, dass er schon lange krank war, fragte er ihn: Willst du gesund werden? Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der mich, sobald das Wasser aufwallt, in den Teich trägt. Während ich mich hinschleppe, steigt schon ein anderer vor mir hinein. Da sagte Jesus zu ihm: Steh auf, nimm deine Bahre und geh! Sofort wurde der Mann gesund, nahm seine Bahre und ging.

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