Grundkurs Christentum (5): Evangelium

EvangeliumDas fünfte Stichwort gibt es gleich in mehreren Sprachen. Lateinisch heißt es „Evangelium“. Das kommt vom (alt-)griechischen „eu angellion“ und heißt zu deutsch so viel wie: „gute Nachricht“ oder „gute / frohe Botschaft“. Gemeint ist damit einerseits ein Text, genauer: eine Textsammlung. Und andererseits der Inhalt dieser Texte.

Wir fangen mal mit den Texten an. Eine Mini – Einführung zunächst. Im nächsten Impuls wenden wir uns dann dem Inhalt zu.

Die Christen lesen, um etwas von Jesus zu erfahren, oft in einem bestimmten Buch. Dieses Buch heißt „Bibel“, was zu deutsch eigentlich einfach „Buch“ bedeutet. Diese Bibel hat zwei große Teile. Einen langen mit Texten aus vielen Jahrhunderten – „Altes Testament“ genannt. Und einen kürzeren, in dessen Mittelpunkt Jesus steht, das sogenannte „Neue Testament“. Auf diesen Teil konzentrieren wir uns heute.

Dieser Teil besteht seinerseits wieder aus verschiedenen Texten. Aus vielen Briefen zum Beispiel, die an altchristliche Gemeinden geschrieben worden sind. Und dann gibt es vier große Erzählungen, in denen es um Jesus geht. Es wird darin erzählt, wie Jesus mit Menschen umgegangen ist, wie er ihnen begegnet ist und was er mit ihnen gemacht hat. Und es werden bestimmte Reden von ihm wiedergegeben, vor allem sogenannte „Gleichnisse“. Jesus bringt nämlich gerne Vergleiche, um das, was ihm wichtig ist, zu erklären.

Jesus selbst hat nichts aufgeschrieben (das unterscheidet Jesus etwa von Mohammed oder von Buddha). Er war eher ein Erzähler. Aber vor allem: Er wollte das, was ihm wichtig war, durch sein Leben sichtbar machen. Aufgeschrieben wurden seine Worte und Taten erst später, von Leuten, die Jesus erlebt haben.

Vier dieser Geschichtensammler haben die Worte und Taten Jesu in eine Art Rahmenerzählung eingebaut. Diese Sammlungen stehen im Neuen Testament. Sie sind jeweils nach ihren Autoren benannt (die Autoren tragen nur Vornamen: Markus, Matthäus, Lukas und Johannes). Interessant ist, dass diese Geschichtensammler eine eigene Überschrift für ihre Erzählungen erfunden haben. Sie wollten nicht einfach „Jesusgeschichten“ oder so etwas dazu sagen, sondern wollten anzeigen, dass diese Geschichten etwas Gutes, Wohltuendes, Bestärkendes, Aufbauendes sind – für jeden, der sie liest. Deshalb nannten sie ihre Geschichtensammlungen „Evangelium“: gute Nachricht.

Mehr dazu im nächsten Impuls.

 

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