Spiritualität: ein ganz nüchterner Zugang

Will man sich ganz niederschwellig und allgemein annähern. Das Wort „Spiritualität“ kommt vom lateinischen Begriff „spiritus“, was zu deutsch „Geist“ bedeutet. Im Englischen wird der Begriff auch verwendet, man spricht etwa vom (besonderen) „spirit“ eines Ortes, eines Unternehmens, einer Gruppe usw. Spiritualität hat ganz grundsätzlich etwas mit dem Geist zu tun, aus dem heraus ich lebe oder arbeite. Meine Spiritualität hängt irgendwie mit dem zusammen, was mir wirklich wichtig ist; mit der Art und Weise, wie ich mein Leben lebe und andere in ihrem Leben begleite, sie pflege oder führe.

So gesehen gibt es keinen „unspirituellen“ Menschen, denn jede und jeder hat eine Art, sein Leben und seine Arbeit zu gestalten. Jeder hat eine Vorstellung davon, worum es dabei geht, was gut und wertvoll ist. Jeder lebt und arbeitet aus einem bestimmten Geist heraus. Und jede und jeder prägt eben dadurch auch die Spiritualität des Teams, der Einrichtung, der Organisation und schließlich die Spiritualität der Caritas oder Diakonie mit.

Der erste Schritt, aber auch die große Kunst wird es sein, die vielfältigen, je eigenen „Spiritualitäten“ bewusst zu machen und in ein achtsames, respektvolles Gespräch zu bringen. Damit haben wir noch keine gemeinsame Spiritualität, auch eine christliche Spiritualität haben wir damit nicht – aber wir haben uns ernsthaft auf den Weg gemacht, Spiritualität dort zu gestalten, wo sie mit dem konkreten Leben und Arbeiten wirklich etwas zu tun hat.

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